Interessiert hat es mich ja schon eine ganze Weile, aber bis jetzt bin ich mit meinen Windowsrechnern immer ganz gut gefahren und hatte eigentlich nie Probleme. Nicht, dass ich jetzt welche bekommen hätte – ich bin nach wie vor zufrieden mit meinem Windowssystem. Aber es hat mich eben interessiert und in gewissem Maße auch ein bisschen angezeckt, wie so ein Macrechner tickt.
Ich hatte immer das Gefühl, dass es eine Philosophiefrage war, welches System man zum Einsatz bringt. Es gibt genug Foren und Seiten, innerhalb denen versucht wird zu klären, warum nun das eine oder das andere System (und damit meine ich auch die Hardware) das Bessere wäre. Ich habe mich nie an diesen Diskussionen beteiligt. Zum Einen konnte ich zum Mac nichts sagen, da ich es nie genutzt hatte und zum Anderen finde ich solche Diskussionen mehr als müßig. Letztendlich muss jeder selber für sich entscheiden, was für ihn die bessere Arbeitsgrundlage ist. Auch jetzt will ich in dieser Hinsicht keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen.
Der Kauf meines neuen MacBooks erinnerte mich irgendwie an meinen ersten ernsthaften Autokauf. Der Kauf wurde sozusagen zelebriert. Ich hatte einen, wie ich fand, sehr kompetenten Verkäufer, der eigentlich gar nichts verkaufen wollte. Er merkte mir meine Unentschlossenheit an und versuchte nicht, mir das Produkt auf Biegen und Brechen aufzuschwatzen. Er ließ das System für sich sprechen und zeigte mir einfach, nachdem er mich gefragt hatte, was ich von einem “Unterwegslaptop” erwarte, wie dieses oder jenes auf einem Macbook funktioniert. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht nur von der Optik sehr angetan war. Eines muss man Apple lassen – sie verstehen was von Optik, Haptik und Systemzusammenspiel.
Klar, für den Preis hätte ich ein tolles, großes und super ausgestattetes Laptop bekommen. Aber nun habe ich ein tolles, leistungsfähiges und super ausgestattetes kleines Macbook. Es macht Spaß damit zu arbeiten und sich in die Tiefen von Snow Leopard zu begeben.
Als eingefleischtem Windowsnutzer fällt es mir immer noch schwer, mich mit der einen oder anderen Bedienungsphilosophie vom Mac anzufreunden, was aber eher mit meiner langjährigen Arbeit mit Windows zu tun hat.
Nach 4 Tagen mit meinem Macie kann ich auf jeden Fall Folgendes sagen.
Ich möchte meine “Mörderkiste” (ja so heißt mein Windowsrechner
) nicht missen und sitze auch immer wieder gern an ihr(m). Das Macbook war Liebe auf den zweiten Blick und hat für mich schon seine Daseinsberechtigung in meinen Arbeitsabläufen erhalten, auch wenn ich noch eine Menge lernen muss. Es macht einfach Spaß beispielsweise diesen Text mit Bean zu tippen, mit iCal meine Termine der nächsten Woche zu checken (die automatisch von Google synchronisiert wurden) und per Skype zu schauen, ob ein paar Kumpels online gehen, während meine Frau neben mir Fernsehen schaut.
Und es sieht einfach geil aus.
Zum Schluss noch eine Bitte an die eingefleischten Macnutzer. Da ich doch noch ein ziemliches Greenhorn in Sachen Mac bin – habt ihr nicht ein paar Tipps für Freewareprogramme, die einem die Arbeit noch besser versüßen?