Monatsarchiv für März 2007

Wochengelaber

23. März 2007 • Kategorie: Persönliches • Kommentare: 7

Meine persönlichen Aufreger der vergangenen Woche:

1. Das zweite Leben der Anderen

Überall wo man hinschaut, ob Internet oder Presse in Papierform … man liest nur noch über den angeblichen Hype von Second Life. Aus meiner Sicht völlig überbewertet, unsinnig und tödlich langweilig. Um ganz ehrlich zu sein – es geht mir langsam tierisch auf den Sack.
Ganzseitige Artikel in Zeitungen über die absolute Notwendigkeit der Darstellung von Firmen in dieser virtuellen Welt. Man… kommt mit Eurem realen Leben klar.
Für mich ganz klar eine Sache die die Welt nicht braucht.

2. Nu is gut – Knut

Heute erreicht der Hype um das ach so knuddelige Eisbärchen seinen Höchstpunkt. Erster großer Auftritt des Wollknäuels vor Presse, Funk, Fernsehen und Menschheit. Alle überschlagen sich seit Tagen wegen des verstoßenen Polarnachwuchses – Wallpaper, Poster, Bilder, Doku-Serien und heute wahrscheinlich ein aus allen Nähten platzender Zoo.
Lasst Die Kirche in Dorf oder viel mehr den Eisbären am Südpol Nordpol (Danke Jörg :doh_tb:). In einem halben Jahr kräht kein Hahn mehr nach dem Tier.

3. “Folter” in der Bundeswehr

Vorab möchte ich klar stellen, dass ich Misshandlungen bzw. Gewalt gegenüber Menschen, in welcher Art auch immer, in keinster Weise billige oder gut heiße. Diejenigen, die an solchen Quälereien beteiligt waren und sind, müssen zur Rechenschaft gezogen werden.
Trotzdem finde ich das hochspielen dieses Themas in der Presse etwas überzogen, gerade im Zusammenhang mit der Begrifflichkeit “Folter”. Und hey … jeder (oder fast jeder), der in der NVA seinen Dienst tun musste, kann über diese Darstellungen nur müde lächeln. Und damals wie heute hat es auch keinen Menschen interessiert.

Und noch was in eigener Sache:
Laut einer Umfrage wo sich die Deutschen zu Hause am wohlsten fühlen, nannten 68% das Sofa als Lieblingsplatz – noch vor dem Balkon und dem Garten.
Also doch alle Couch-Potatoes – wie ich. :king_tb:

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Der, der es allen Nasen erklärt

16. März 2007 • Kategorie: Internet(es), Luschtiges • Kommentare: 0

“Boaahh…. das hat mich heute wieder aufgeregt!” oder “Man, man, man….wie manche ihren Job machen!”
Es vergeht wohl kein Tag, wo einem solche oder ähnliche Gedanken durch den Kopf gehen. Als gut erzogene und reichliche Konsumer, die wir nun mal sind, treffen wir andauernd auf profitorientierte Geschäftemacher, die uns etwas verkaufen wollen oder angeblich über mehr Informationen als wir verfügen, die sie, natürlich gegen Entgelt, mit uns teilen wollen.
Es ist schon fast unumgänglich, dass wir in der ein oder anderen Situation der Meinung sind “… das könnte ich aber besser machen”. Aber könnten wir das wirklich? Ist es nicht außerordentlich vermessen zu glauben, einen Job besser als ein anderer zu machen, ohne die entsprechenden Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Notwendigkeiten zu kennen?

Klar gibt es Dinge über die man sich einfach aufregt, klar werden Fehler gemacht … überall und natürlich gibt es skurile Situationen im Alltagsleben, über die man sich ruhig mal lustig machen kann. Gerade das Internet gib einem heute dahingehend unbegrenzte Möglichkeiten.

Aber leider gibt es auch immer wieder diese Typen “IchbinHeiseleserundgebezujedemBeitragmeinendaskannichbesser
Kommentarab” wie er hier .
kleines Beispielzitat:

Ich glaub, ich heuer bei denen an, … . Und dann erkläre ich denen mal was eine HTML-Entitiy ist.

Danke dass es auf dieser Welt noch Menschen gibt, die es allen Nasen fehlerfrei erklären können.

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HDR – Halt Dich Raus

14. März 2007 • Kategorie: Bildliches • Kommentare: 0

….nö mach ich nich. HDR ist ja derzeit fast überall zu lesen. Für die, die es noch nicht gelesen oder davon gehört haben, hier die Definition laut Wikipedia :

… High Dynamic Range (HDR) ist eine Bezeichnung für das maximale Kontrastverhältnis in einem Bild.

Der große Dynamikumfang von HDR wird ermöglicht, indem mehrere Aufnahmen mit verschiedener Belichtung gemacht und danach zusammengesetzt werden, wobei für jeden unterschiedlichen Helligkeitsbereich des Bildes die optimal belichtete Version verwendet wird, sodass Über- und Unterbelichtung stark reduziert werden. Damit entspricht der daraus resultierende Dynamikumfang von HDR-Bildern noch mehr dem des menschlichen Auges als beim bisherigen Spitzenreiter chemischer Film, sodass durch die optimale Belichtung, anders als bei der herkömmlichen, vergleichsweise blassen Digitalphotographie und Video, u. a. auch sattere, natürlichere und organischere Farben entstehen, wie man sie vom analogen Film gewohnt ist. …

Heißt banal auf deutsch: Man nimmt mehrere Bilder von ein und demselben Motiv auf (in der Regel 3 – eins normal, eins über- und eins unterbelichtet), legt diese übereinander und arbeitet den besten Teil eines jeden Bildes heraus.

Am Ende sollten dann mehr oder weniger gute Bilder stehen, die ienen hohen Kontrastumfang haben. Ich glaube meine ersten Versuche sind noch nicht so die richtigen Brecher, wenn ich es mit dem vergleiche, was ich hier sonst so im Internet gesehen habe. Sollte sich der ein oder andere Wissende auf meine Seite verirren, so bin ich für Tipps zur Verbesserung der Bilder sehr dankbar.

Edit: Die Bildergalerie ist momentan in Neuordnung begriffen und steht deshalb nicht zur Verfügung

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Was macht eine Frau am Frauentag?

08. März 2007 • Kategorie: Persönliches • Kommentare: 0

Nichts….anderes als sonst auch. Wozu gibt es denn dann einen Frauentag? Besteht eigentlich die Notwendigkeit eines Frauentages und warum müssen wir Männer uns einen Pseudomänner(Herren-)tag basteln? Warum will uns eigentlich keiner offiziell würdigen?

Selbst über die Entstehung dieses Frauentages ist sich die Geschichte im Unklaren – ist nun Clara Zetkin Schuld oder war es denn doch eher der Streik der Textilarbeiterinnen? Sollte man den Tag nicht soger eher verpönen, da dies ja doch eher eine “sozialistische bzw. kommunistische Tradierung” ist?

Um ehrlich zu sein, wenn es heute früh nicht im Radio gekommen wäre, dann hätte ich gar nicht gewusst, dass heute Frauentag ist – meine Frau übrigens auch nicht und witzigerweise die Frauen bei uns in der Firma mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nicht, wenn denn nicht ein betriebsrätlicher Gewerkschaftsfunktionär durch die Räume getänzelt wäre, um die Frauen mit Rosen zu beglücken. Und da schließt sich für mich der historische Kreis wieder.

Aber eigentlich ist mir das auch ziemlich egal.

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